Schwerelos auf einem Trampolin

Mädchen springt rum

04 Jan Schwerelos auf einem Trampolin

Kernelement des Trainings auf einem Trampolin ist die Erdanziehungskraft. Wie man sich das zu nutze macht und wie sie sich auswirkt erfahren Sie hier.

Kinder springen rum

 

 

Das Trampolin

Das Trampolin kennen die meisten noch aus der Schulzeit, als integraler Bestandteil des Sportunterrichts. Ursprünglich stammt es jedoch aus der faszinierenden Welt der Artisten – trampolinähnliche Aufbauten sollten den Zirkusbesucher mit atemberaubenden Sprüngen und Flügen der Zirkusartisten unterhalten. Inzwischen sind professionelle Trampoline sowohl im Geräteturnen, im Schulsport, Freizeitsport wie auch in der Krankengymnastik zu finden. Sie dienen dem Muskelaufbau und der Stärkung der Stützmuskulatur, der Verbesserung grobmotorischer Fähigkeiten, und natürlich auch der Optimierung der allgemeinen Fitness. Der Trampolinsport ist zudem mittlerweile als olympische Disziplin (Quelle)anerkannt, und kann im Rahmen ausgeklügelter Sprungtechniken so manches Trainingsgerät im Fitnessstudio ersetzen.
Springen und die Schwerkraft

 

 

Die Gravitation – wichtigstes Element beim Trampolintraining

Kernelement des Trainings auf einem Trampolin ist stets die Gravitation der Erde, also die Erdanziehungskraft . Die Schwerkraft ist es auch, die elementar für den Muskelaufbau sämtlicher Lebewesen verantwortlich ist, denn ohne ausreichend Muskeln und Muskelkraft würde es uns nicht gelingen, uns gegen die Gravitationskräfte zu behaupten – wir würden schlichtweg, stark vereinfacht und bildlich gesprochen, platt wie eine Flunder auf dem Boden herumkriechen.Hat man dieses Grundprinzip erst einmal verinnerlicht, dann ist es nur noch ein kleiner logischer Schritt zur Erkenntnis, dass – je mehr wir uns der Erdanziehung widersetzen – wir auch wesentlich mehr Kraft aufwenden müssen. Im Klartext bedeutet das so viel wie: je höher desto besser.
Beim Training mit einem Trampolin ist also die Schwerkraft der eigentliche Trainingspartner beziehungsweise -gegner. Sie sorgt für ein automatisch absolut ganzheitliches Training, da sich sämtliche unsere Muskeln gleichermaßen gegen die Schwerkraft wehren müssen – die Krafteinwirkung ist gleichmäßig und effektiv.

 

Zum Beitrag: Wie finde ich mein richtiges Trampolin

 

Ganzheitliches Muskeltraining

Grundsätzlich kann man sagen, dass sämtliche Muskeln beim Training auf dem Trampolin gefordert werden, selbst die inaktivsten. Das ist ein natürlicher Automatismus, der sich durch gezielte Übungen und Bewegungen noch optimieren lässt. Verantwortlich dafür sind die sich wechselnden Beschleunigungskräfte sowie die erhöhte Gravitationskraft beim Abbremsen. Frauen profitieren insbesondere vom positiven Effekt auf die Beckenbodenmuskulatur. Besonders beansprucht werden beim Training mit dem Trampolin aber auch die Gesäßmuskeln, die Rückenmuskulatur sowie die Beinmuskeln.
Die neuromuskuläre Effizienz wird deutlich gestärkt. Dies führt zu einer erhöhten Muskelgröße in Kombination mit einer verbesserten Größe und Anzahl der Blutgefäße. Durch den Einfluss des Trainings auf den Stoffwechsel ist sogar ein Effekt auf das Bindegewebe zu bemerken.

Kräftigere Muskeln gelenkschonendes Training

Neben den positiven und primären Vorteilen für unsere Muskeln bringt das Training mit dem Trampolin noch weitere gesundheitsfördernde Aspekte mit sich. So hat das Training unter anderem Einfluss auf ein gesundes Knochengewebe, welches direkt in Verbindung steht mit der Muskelspannung sowie Belastung und Bewegung. Die Zellstruktur wird gestärkt, und kann so bei Osteoporose helfen. Durch die Bewegung werden Gelenke dazu angeregt Schmierflüssigkeit zu produzieren. Gleichzeitig werden die Gelenke geschont. Ein doppelt positiver Effekt also, der das Training auf dem Trampolin sogar für alle relevant macht, die sonst eher mit Gelenkproblemen zu kämpfen haben, und viele andere Übungen gar nicht ausüben können oder dürfen. Das kurze Gefühl der Schwerelosigkeit (und damit Gewichtslosigkeit) übt darüber hinaus einen mentalen positiven Einfluss auf.

 Das Trampolin: Auswirkungen auf den Körper

Illustration: Dipl.oec.troph Britta Henningsen

 

Gartentrampolin vs. Minitrampolin: Vor- und Nachteile

Generell gilt: Je größer das Trampolin, desto besser das Training. Denn eine größere Sprungfläche bedeuten eine größere Sprunghöhe, und damit auch mehr Anspruch an unseren Körper. Außerdem ist die Verletzungsgefahr insbesondere für Kinder deutlich geringer, wenn die Sprungfläche ausreichend Platz bietet. Daher ist das Gartentrampolin die erste Wahl für alle, die ausreichend Platz für ein Trampolin haben. Zusätzliche Sicherheitsnetze optimieren das Sicherheitsgefühl meist noch. Doch auch das Minitrampolin erfüllt seinen Zweck, überall dort wo wenig Platz vorhanden oder Mobilität gefragt ist. Der Trainingsnutzen ist zwar etwas geringer, dafür aber auch etwas gezielter. Denn beim kleinen Trampolin muss zusätzlich verstärkt das Gleichgewicht kontrolliert werden, um die kleine Sprungfläche nicht zu verfehlen. Durch die geringere Sprunghöhe eignet es sich jedoch eher für das Training zwischendurch.

Fitness Minitrampolin

 

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